So fotografieren Sie Ihr Produkt mit dem Handy
Sechs Dinge entscheiden, ob ein Handyfoto brauchbar ist. Ausrüstung brauchen Sie nicht.
Ein brauchbares Produktfoto braucht dreierlei: das Stück scharf, dahinter einen schlichten Hintergrund und weiches Licht ohne harte Reflexe. Alles andere — Untergrund, Stimmung, Bewegung — lässt sich später ergänzen. Dieser Leitfaden richtet sich an Läden mit kleiner, glänzender, hochwertiger Ware, wo ein schlechtes Foto genau das Detail verdeckt, das verkauft.
Die sechs Schritte
- 01
Am Fenster fotografieren, nie unter der Deckenlampe
Seitliches Tageslicht legt sich um das Objekt und zeigt seine Form. Deckenlicht fällt senkrecht, macht das Stück flach und setzt auf jede glänzende Fläche einen harten weißen Punkt. Schalten Sie die Deckenlampe aus.
- 02
Legen Sie ein schlichtes Blatt hinter und unter das Stück
Weißes oder mittelgraues Papier, ein gefaltetes Tuch, irgendetwas ohne Muster. Der Hintergrund wird ohnehin ersetzt, aber ein sauberer macht die Freistellung präzise. Gemusterte Flächen bluten in die Produktkanten.
- 03
Licht mit Papier oder Gardine weichzeichnen
Hängen Sie Backpapier oder eine dünne weiße Gardine zwischen Fenster und Stück. Direkte Sonne erzeugt ein hartes Glanzlicht, das Gravur und Steindetail ausbrennt; gestreutes Licht erhält beides.
- 04
Zum Fokussieren auf das Produkt tippen
Handys fokussieren standardmäßig das Nächstliegende — auf einer Theke meist die Fläche, nicht das Stück. Tippen Sie auf den Artikel und ziehen Sie die Belichtung leicht herunter, wenn die Lichter weiß statt hell wirken.
- 05
Etwas zurücktreten und leicht zoomen
Sehr nah gehalten verbiegt das Handy gerade Linien und lässt die vordere Kante größer wirken. Einen halben Meter zurück und etwas Zoom: die Proportionen stimmen, was bei Uhren und Fassungen zählt.
- 06
Aus dem Winkel fotografieren, in dem der Käufer es hält
Leicht von oben und seitlich wirkt natürlich. Senkrecht von oben nimmt die Tiefe, auf Augenhöhe verschwindet die Oberseite. Bei Ringen und Uhren das Stück so neigen, dass das Licht über die Fläche wandert statt direkt zurückzuspringen.
Vier Fehler, die ein Foto unbrauchbar machen
- Blitz. Er setzt einen harten weißen Fleck auf Metall und Glas und löscht jedes Detail dahinter.
- Unruhiger Hintergrund. Holzmaserung, gemusterter Stoff und Ladenregale bluten in die Produktkante.
- In der dunklen Ecke fotografieren und später aufhellen. Genau dort, wo Detail sein sollte, entsteht Rauschen.
- Verschmutzte Oberfläche mit Fingerabdrücken. Die Kamera sieht jede Spur — das fertige Video auch.
Bereit? Probieren Sie es mit dem eben gemachten Foto
Hochladen und in wenigen Minuten die vertikale Videoanzeige zurückbekommen.
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